Das außergewöhnliche Sexleben der Tiere

Tiersex

Sex gilt als die schönste Nebensache der Welt. Grund genug, uns einmal das Sexleben der Tiere anzugucken. Denn auch Tiere haben regelmäßig Geschlechtsverkehr, wenn auch eher zum Zwecke der Fortpflanzung als zur reinen Befriedigung der Gelüste. Da verwundert es nicht, dass es beim Tiersex nur selten zärtlich zugeht.

Kopffüßer wie Tintenfische und Kalmare können beim Akt besonders brutal vorgehen. Sie reißen ihren Sexpartnern mit den Krallen an ihren Fangarmen bis zu fünf Zentimeter tiefe Wunden ins Fleisch. In diese Wunden rammen die Tiefseetiere dann ihre Spermienpakete, die sogenannten Spermatophoren. Bei den Sexpartnern muss es sich dabei noch nicht mal um Weibchen handeln, denn männliche Tintenfische versorgen auch gleichgeschlechtliche Artgenossen mit ihren Spermienpaketen. Ob es an der Dunkelheit in den Weltmeeren liegt?

Dass Wale groß sind und einen besonders langen Penis haben, dürfte ja bekannt sein. Dass der Südkaper aus der Familie der Glattwale bei einer einzigen Ejakulation aber gleich 20 Liter Sperma verspritzt, gehört dann eher zur Kategorie “Unnützes Wissen”, das man dann aber doch nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Die Hoden des Tieres wiegen dann auch gleich mal eine ganze Tonne, 500 kg pro Ei. Das können dann nur noch die Heuschrecken toppen, die relativ gesehen die größten Hoden des Tierreichs haben. Zum Vergleich: Man(n) stelle sich einmal 11,2 kg schwere Bowlingkugeln zwischen den Beinen vor. Und trotzdem gehören die Heuschrecken zu den besten Springern der Welt. Wenn man das Größenverhältnis einmal außer Acht lässt, haben die Elefanten mit Abstand den größten Penis aller Landtiere. Ganze 1,8 Meter misst dieser im erigierten Zustand.

In Sachen Ausdauer liegen die amerikanischen Präriewühlmäuse ganz vorne. Wenn es bei den Mäusen in der Kiste rappelt, dann sind sie für etwa 40 Stunden mit dem Liebesspiel beschäftigt. Dafür bleibt das Männchen seiner Partnerin dann auch ein Leben lang treu. Der Akt des Schimpansen ist dagegen nur ein kurzes Vergnügen. Er dauert lediglich 7-8 Sekunden.

Bildquelle: diegodacal / flickr, CC BY-SA 2.0

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