Pfui, aus! – Die 10 ungesündesten Stoffe für Hunde

Hundeleckerli

Die typischen Tagesaktivitäten eines Hundes: schlafen, Gassi gehen, herumtollen, dösen, spielen, Katzen hinterher jagen und natürlich, ganz wichtig, fressen! Egal ob Hundeleckerlis, die mit dem bekannten Hundeblick erbettelt werden, Trockenfutter oder saftiges Fleisch, alles wird mit einem Heißhunger und teils mit einer Geschwindigkeit verschlungen, die so manchen Burger-Wettesser neidisch machen würde.

Die Auswahlmöglichkeiten beim Futter sind dabei unzählig: Futter mit Kürbis und Preiselbeeren, Lamm, Huhn, Seelachs, Pangasius, Kaninchen, Ente und vieles mehr schmeicheln so manchem verwöhnten Hundegaumen und lassen die Vierbeiner zu wahren Feinschmeckern werden. Und wem die Auswahl im Supermarkt und Tierladen noch nicht groß genug ist, kann sich auch online sein Futter selbst mixen: Wunschfutter und Wild Sterne sind nur zwei von mehreren solcher Plattformen.

Bei so viel Auswahl könnte man fast meinen, dass Hunde Allesfresser sind und deshalb auch alles vertragen. Dies ist aber nicht so, im Gegenteil: es gibt viele Pflanzen und Produkte, von denen Hunde bessere ihre Schnauze fernhalten sollten, da diese ungesund und sogar schädlich sein können. Im Folgenden sollen hier die ungesündesten Pflanzen und Produkte gezeigt werden, vor denen Hunde auf alle Fälle ferngehalten werden müssen:

Schokolade

Der im Kakao enthaltene Stoff Theobromin kann nur sehr schwer verdaut werden und reichert sich in der Folge im Körper des Hundes an. Es kann somit zu Vergiftungen führen, auf die die Tiere mit Durchfall, Erbrechen, Krämpfen und Lähmungen reagieren. In manchen Fällen kann es sogar zum Tode führen.

Trauben

Schon kleine Mengen an Weintrauben und Rosinen führen bei Hunden zu Bauchschmerzen, Durchfall, Apathie und akutem Nierenversagen. Welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind, ist bisher nicht geklärt.

Avocado

Der in der Avocado enthaltene Stoff Persin ist für Hunde hoch giftig. Er führt zu Herzmuskelschädigung und in der Folge Atemnot, Schwellungen und Wassereinlagerungen im Bauchraum. Avocado Verzehr von Hunden endet damit meist tödlich.

Steinobst

Steinobstkerne (besonders die des Pfirsichs) enthalten Amygdalin, das in Verbindung mit Wasser Blausäure abspaltet. Blausäure blockiert die Zellatmung des Organismus. Zerbeißen Hunde eine große Anzahl der Kerne, kann es schnell zu Erbrechen, Übelkeit, Fieber und Atembeschwerden kommen.

Buchsbaum

Der Buchsbaum ist stark giftig. Schon kleine Mengen führen zu Vergiftungserscheinungen. Ein Alkaloidgemisch des Buchsbaums wirkt lähmend und blutdrucksenkend. Die Folgen sind starker, teilweise blutiger Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Schluckbeschwerden, Austrocknung und die Lähmung des zentralen Nervensystems bis hin zu Koma und Tod durch Atemlähmung. Für Hunde sind schon fünf Gramm Blätter pro einem Kilogramm Körpergewicht tödlich.

Efeu

Efeu enthält Saponine und andere Giftstoffe, die die Schleimhäute reizen. Die Folge sind starkes Speicheln, Erregung, Erbrechen, Durchfälle, Krämpfe und Lähmungserscheinungen. Tödliche Krankheitsverläufe sind allerdings nicht bekannt.

Kastanien

Rosskastanien sind stark giftig. Reife, trockene Rosskastanien enthalten bis zu 28 Prozent Saponine, die auf die Schleimhäute wirken. Folgen sind Angstzustände, Unruhe, Erbrechen, Koliken, Durchfall, Durst, Pupillenerweiterung, Muskelzuckungen, Bewusstseinsstörungen, eventuell Koma und Tod.

Misteln

Die in Misteln enthaltenen Viscotoxine reizen lokal und lösen bei innerer Aufnahme Herzkreislaufstörungen aus. Hunde reagieren mit starkem Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall, erweiterten Pupillen, Unterkühlung, starkem Harndrang, Muskelzucken und Koordinationsschwierigkeiten.

Weihnachtssterne

Die meisten für den Handel gezüchteten Weihnachtssterne sind nur schwach giftig. Dennoch können die noch unbekannten Wirkstoffe lokal die Haut, die Augen und die Schleimhäute reizen. Es gibt aber auch giftige bis stark giftige Exemplare dieses Wolfsmilchgewächses, weswegen allgemeine Vorsicht geboten ist. Der Verzehr kann zu Erbrechen, Durchfall, Fieber, Kreislaufversagen und Lungenödemen führen. Bei einem Hund von zwanzig Kilogramm Körpergewicht liegt die toxische Dosis bei drei Blättern.

Farne

Farne enthalten giftige Phloroglucin-Verbindungen. Vor allem junge Pflanzen, der Wurzelstock und die Blattstiele sind betroffen. In den Sommermonaten ist der Giftgehalt gemeinhin am größten. Dieser kann den Magen-Darmtrakt reizen, führt zu Lähmungen des zentralen Nervensystems und schädigt die Niere. Als Folgen sind Erbrechen, ein taumelnder Gang, Verstopfung oder blutiger Durchfall bekannt.

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